Melodie - Melodie - Alte Volksweise, 1638
1. Es ist ein Schnitter, Der heißt Tod, Hat G'walt vom großen Gott. Heut wetzt er das Messer, Es schneidt schon viel besser, Bald wird er drein schneiden, Wir müßens schon leiden. Hüt dich, schöns Blümelein!
2. Was heut noch grün |
3. Viel hunderttausend Ungezählt, Was unter die Sichel fällt: Rot Rosen, weiß Lilien, Beid wird er austilgen; Ihr Kaiserkronen, Man wird euch nicht schonen. Hüt dich, schöns Blümelein!
4. Trutz Tod, komm her, |
1. Es ist ein Schnitter, der heißt Tod, hat G'walt vom großen Gott, heut' wetzt er sein Messer, es schneid't schon viel besser, bald wird er drein schneiden, wir müssen's nur leiden. Hüt' dich, schön's Blümenlein! 2. Was heut noch grün und frisch dasteht, wird morgen weggemäht Die edel Narcissel, die englische Schlüssel, die schön' Hyazinthen, die türkischen Winden. Hüt dich, schön's Blümelein! 3. Viel hunderttausend ungezählt, was nur unter die Sichel fällt. Rot Rosen, weiß Lilien, beid' wird er austilgen, und ihr Kaiserkronen, man wird euch nicht verschönen. Hüt' dich, schön's Blümelein! |
4. Das himmlische Ehrenpreis, die Tulpen gelb und weiß, die silbernen Glocken, die goldenen Flocken, senkt alles zur Erden, was wird daraus werden? Hüt' dich, schön's Blümelein! 5. Ihr hübsch Lavend'l und Rosmarin, ihr vielfarbig Röselein, ihr stolze Schwertlilien, ihr krause Basilien, ihr zarte Violen, man wird euch bald holen. Hüt' dich, schön's Blümelein! 6. Trutz, Tod! Komm her, ich fürcht' dich nit! Trutz komm und tu ein' Schnitt! Wann Sichel mich letzet, so werd ich versetzet in den himmlischen Garten, darauf will ich warten. Hüt' dich, schön's Blümelein! |