Hier hab' ich so manches liebe Mal Mit meiner Laute gesessen, Hinunterblickend ins weite Tal, Mein selbst und der Welt vergessen. |: Und um mich klang es so froh und so hehr, Und über mir tagt es so helle Und unten brauste das ferne Wehr Und der Weser blitzende Welle. :|
Wie liebender Sang aus geliebtem Mund,
Da sitz' ich aufs Neue und spähe umher |
Franz von Dingelstedt, * 30.4.1814, Halsdorf bei Kirchhain/Hessen-Kassel, 15. Mai 1881, Wien Dingelstedt war Dichter, Autor, ab 1867 Direktor des Hofoperntheaters, ab 1872 Direktor des Hofburgtheaters. Das Weserlied schrieb er in mehreren Fassungen. Die Fassung von 1835 erschien 1836 im "Deutschen Musenalmanch". Vertont wurde die dritte Fassung von 1845. | Gustav Pressel, * 11.6.1827, Tübingen, 30.6.1890, Berlin Pressel studierte in Berlin und Wien Theologie und Musik. 1845 folgte er einer Einladung von Franz Liszt nach Weimar. Dort sah er den Text des Weserliedes von Dingelstedt in seiner dritten Fassung von 1845 und vertonte es. |